Polieren

Das Polieren ist der wahrscheinlich forderndste Schritt in der Autopflege, denn mit Polieren können kleinere als auch größere Kratzer aus dem Lack gearbeitet werden, damit der Lack wieder richtig glänzt.

Polituren im Überblick

Schleifpolitur

Eine Schleifpolitur ist eine grobe Politur, mit dieser können starke/deutlich sichtbare Kratzer aufpoliert werden. Oft sind diese deutlich sichtbar bei stark verwitterten Lacken. Da Schleifpolituren dazu neigen auch „Polierspuren“ im Lack zu hinterlassen, muss nach dem Polieren mit einer Schleifpolitur noch mit einer feineren Politur nachgearbeitet werden.

Feinschleifpolitur

Feinschleifpolituren sind das Mittelstück der verschiedenen Polituren, welche es auf dem Markt gibt. Sie haben einen mittleren Härtegrad und sind nicht sonderlich aggressiv, wie es eine Schleifpolitur ist. Gute Feinschleifpasten können mittel starke Kratzer aus dem Lack entfernen und müssen nicht unbedingt mit einer Hochglanzpolitur nachbearbeitet werden, da diese selbst fast keine Polierspuren hinterlassen.

Hochglanzpolitur

Hochglanzpolieren sind feine Polituren, diese dienen dazu um feine Waschkratzer (Swirls) aus dem Lack zu polieren. Eine Hochglanzpolitur wird beim Polieren im letzten Schritt verwendet und dient der „Perfektion“ des Lacks, so dass dieser absolut kratzerfrei ist. 

Vor jeder Politur

Wichtig ist es, das vor jedem Polieren jegliche Kunststoffteile, Fenstergummis, Chrom, Embleme, Schriftzüge … am Fahrzeug angeklebt werden, wird dies nicht gemacht werden diese Teile auch poliert und bleichen schnell aus. Natürlich soll das Fahrzeug auch im Schatten poliert werden und die Umgebung sollte möglichst Staubarm sein, hierfür eignet sich die Garage sehr gut. Eine Fahrzeugwäsche vor dem Polieren sollte man auch auf jeden fall durchführen. Gefolgt von Kneten und einer Lackreinigung.

Maschinenpolitur

Der soweit größte Vorteil einer maschinellen Politur ist definitiv die Zeitersparnis. Mit einer guten Poliermaschine kann man deutlich mehr Lackabtragung leisten, als dies von Hand in derselben Zeit möglich ist. Zudem kann mit einer Poliermaschinen mehr Abtragleistung erzielt werden, da mit der Hand keine schnelle Rotation erzählt werden kann.

Das Polieren

Beim Polieren beginnt man mit einem „Testspot“, das bedeutet man klebt einen kleineren Bereich von ca 50×50 cm ab und schaut wie sich die Maschine, das Polierpad und die Politur dort verhalten. So nimmt man also ein Mittelfestes Polierpad, eine milde Politur und trägt ein paar erbsengroße Tropfen auf das Pad auf. Danach beginnt der erste Schritt der Maschinenpolitur, man verteilt die Politur auf dem Lackbereich, welcher vorher angeklebt wurde. Dies kann mit der ausgeschalteten Maschine passieren oder eingeschaltet mit der niedrigsten Umdrehungsstufe und mit ganz wenig Druck. Man erkennst, dass die Politur „durchgearbeitet“ ist daran, dass ein dünner leicht öliger Film auf dem Lack zurückbleibt. Das Polieren sollte unbedingt im Kreuzstrich erfolgen, dass bedeutet die Poliermaschine wird zuerst horizontal und dann vertikal am Lack bewegt, so wir eine möglichst hohe Abdeckung erzielt. Die Bewegung der Maschine und dem Pad auf dem Lack sollten ruhig und langsam erfolgen, ca. 2-3cm pro Sekunde.

Die restliche Politur wird dann mit einem weichen Mikrofasertuch einfach vom Lack abgenommen. Sollten nach diesem ersten Polierdurchgang noch Kratzer auf dem Lack vorhanden sein, nimmt man die gleiche Politur aber ein härteres Pad, mit diesem hat man dann mehr Abtragekraft und wird Kratzer eher entfernen, als ein weiches. Sofern die Kratzer immer noch nicht entfernbar sind kann man, mit einer etwas stärkere Politur, welche einen höheren Abtragungsgrad bietet, versuchen diese zu entfernen.

Wenn durch das Polieren nun sogenannte Polierspuren im Lack sind, sollten diese mit einer Feinschleifpolitur nachpoliert werden, um diese dann zu entfernen.

Handpolitur

Eine Handpolitur ist die klassische Art das Polieren und dem Ausbessern des Autolacks. Zum Polieren per Hand gibt es unterschiedliche Handpolier-Pads, hier gibt es z.B. Handpolierschwämme, Lackmäuse etc. Wichtig ist es aber, dass das Polierpad gut in der Hand liegt und nicht zu klein oder zu groß ist (Mindestgröße wie eine Faust)

Beim Handpolieren geht man wie folgt vor. Auf den Polierschwamm nimmt man ca. 3 erbsengroße Tropfen Politur und eine ca. 50×50 cm angeklebte Fläche. Dort wird die Politur dann sanft verteilt. Nach dem verteilen wird die Politur mit leichtem Druck „auspoliert“ hierbei sollte wieder der Kreuzstrich verwendet werden. Die Politurreste auf dem Lack werden danach mit einem weichen Mikrofasertuch abgenommen.

Was für Poliermaschinen gibt es eigentlich?

Grundsätzlich kann man Poliermaschinen in zwei Oberbegriffe unterteilen, welche danach wiederum unterteilt werden können. Zuerst hat man hier die Exzenter – Poliermaschine, welche einen exzentrischen Bewegungsablauf hat, doch selbst dort gibt es nochmals unterschiede, einmal mit Zwangsantrieb und einmal ohne. Ohne Zwangsantrieb ist eher für Anfänger geeignet, da dies verhindert, dass die Maschine, wenn sie zu lange auf einem Punkt gehalten wird und dadurch die Politur in den Lack brennt. Warum sollte man dann eine Maschine mit Zwangsantrieb kaufen? Solche Maschinen sind eher für Profis geeignet, da diese bei Ecken und Kanten von moderneren Fahrzeugen den Betrieb nicht verlangsamt oder einstellt. 

Auf der anderen Seite gibt es dann die Rotationspoliermaschine. Diese hat wie der Name schon sagt, eine rotierende Bewegung, allerdings ist es mit dieser fast unmöglich hologramfreie Ergebnisse zu bekommen, womit der Gebrauch einer Exzenter – Poliermaschine fast unumgänglich wird. Diese Maschine ist definitiv nichts für Anfänger, da man einiges beachten muss und auch viel Zeit aufwenden muss. Außerdem ist die Gefahr groß den Lack zu „verbrennen“.

Welche Maschine sollte man kaufen?

Falls man ein Anfänger ist und die Grundlagen kennenlernen möchte, dann ist es empfehlenswert eine Exzenter – Poliermaschiene ohne Zwangsantrieb, da man damit am wenigsten falsch machen kann und den Lack nicht ohne Absicht beschädigen kann! Sollte es sein, dass man schon mehr Erfahrungen mit einer Poliermaschine gemacht hat und man weis was man macht, dann kann man sich eine Poliermaschine mit und ohne Zwangsantrieb kaufen. Ist man professioneller Aufbereiter, dann kann man zwischen allen gut wählen.

Was ist der Polierhub?

„Je mehr Hub, desto weniger Arbeit!“, dieser Satz stimmt, denn je größer der Hub, umso stärker die Maschine! Der Hub ist der Bereich, in dem die Maschine nach oben, unten, links und rechts auslenkt. Außerdem gilt: je größer der Hub, desto weniger Druck muss angewendet werden, dies verhindert die Bildung von Hologrammen und erleichtert die Arbeit!

Was bringt die Wattleistung?

Die Wattleistung gibt an, wie stark die Maschine ist, allerdings gilt hier nicht die Regel „Je mehr Leistung, desto besser!“. Hat man eine Maschine mit zu viel Kraft, kann man diese eventuell nicht richtig bedienen und zerstört den Lack. Falls man andererseits eine Maschine mit zu wenig Leistung hat, bekommt diese die Kratzer eventuell nicht aus dem Lack und man hat ein halb fertige Finish!

Was ist der Stützteller?

Die Angabe des Stütztellers ist relativ wichtig, da es unter anderem den Aufgabenbereich der Poliermaschine festlegt. Mit einer Poliermaschine, welche einen Stützteller von 3mm hat, kann man viel besser Türeinstiege oder Spoiler polieren, als mit einer Poliermaschine, welche einen Stützteller von 21mm hat. Allerdings ist die Arbeit auf größeren Flächen mit einem großen Stützteller einfacher.

Poliermaschine vom Discounter für unter 60€?

Für eine ordentliche und hologrammfreie Politur reicht diese auf keinen Fall. Erstens gibt es keine Pads, sondern nur Baumwollhauben, welche über die Polierhaube gestülpt werden. Diese hat durch diese Haube und der viel zu geringen Leistung fast keine Wirkung am Lack.

Polierend runtergefallen, kann man dies noch verwenden?

Nein, das sollte auf keinen Fall verwendet werden! Damit ruiniert man mehr, als man aufbereitet. Selbst ausschütteln, Abstreifen etc. hilft nichts mehr, da kleine Dreckteilchen im Polierend sind, welche man dann über den Lack schleifen lässt. Also am besten weg damit.

Fazit

Eine Poliermaschine ist super, um einen ausgeblichenen und stumpfen Lack wieder in Form zu bringen. Damit kann man zum Beispiel beim Kauf einen Gebrauchtwagens, Kratzer welche durch Waschanlagen entstanden sind auspolieren. Allerdings sollte man auch nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen und mit den Polituren von klein auf stark versuchen und nicht gleich mit der Schleifpolitur anfangen. Zudem sollte man auch den Lack vorbereiten und abkleben. 

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